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23.08.2007Roche Diagnostics
Partner im Profil:
Trastuzumab ist einer der erfolgreichsten Wirkstoffe im Kampf gegen Brustkrebs. Das Mittel wird bei Roche Diagnostics im bayerischen Penzberg hergestellt, wo vor Kurzem eine neue Anlage in Betrieb genommen wurde. 150 Arbeitsplätze in der Produktion sind dadurch entstanden. Zwei Mitarbeiter berichten von ihrer Tätigkeit. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Welche Aufgaben erfüllen Sie bei der Herstellung eines Produkts? Der Produktionsablauf ist standardisiert und folgt exakt den Produktionsvorschriften für die jeweilige Rezeptur. Wir fügen die einzelnen Reagenzien eines Ansatzes zusammen und überprüfen, ob die verwendeten immunologischen Einsatzstoffe ihre definierte Aktivität aufweisen. Kurz: Wir sorgen dafür, dass ein Produktionsansatz richtig eingestellt ist und funktioniert. Welche Herausforderungen kommen insbesondere als Gruppenleiterin auf Sie zu? Ich bin dafür verantwortlich, dass wir die Reagenzien in der richtigen Qualität, der vereinbarten Zeit und unter Beachtung gesetzlicher Vorschriften und wirtschaftlicher Gesichtspunkte herstellen. Unser Zeitplan ist oftmals sehr eng. Wenn etwas mit einem der vielen Rohstoffe nicht stimmt, muss ich schnell reagieren können. Zu meinen Aufgaben als Gruppenleiterin gehört auch die Mitarbeiterführung. Dazu zählen Aus- und Weiterbildung, Einsatzplanung, Betreuung sowie Fertigungsverfahren und betriebliche Abläufe. Diese verantwortungsvollen Aufgaben ziehen einerseits viel Schreibtischarbeit nach sich, ermöglichen mir aber andererseits eine intensive Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Abteilungen. Sie sind selber erst vor kurzem aus dem Mutterschutz wieder an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt. Wieviel Flexibilität bietet Roche für Familien? Ich bin Mutter von zwei Kindern und finde die Bedingungen für Eltern bei Roche äußerst attraktiv. Die flexiblen Arbeitszeiten und die Möglichkeit, einen Teil der Arbeit zuhause zu erledigen erlauben es mir, auch mit zwei Kindern im Beruf zu bleiben. Außerdem unterstützt Roche eine Kinderkrippe, die mein älterer Sohn besucht. Ist die Arbeit in der Produktion nicht auf Dauer anstrengend? Die Arbeit in der Produktion gefällt mir ausgezeichnet. Es ist einfach ein gutes Gefühl, wenn am Ende eines Arbeitsprozesses ein fertiges, hochwertiges Produkt heraus kommt, das ich in den Händen halten kann - und das zudem kranken Menschen hilft. |
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Was genau tun Sie in der Fermentation? Die Fermentation ist der erste Schritt bei der Herstellung von Proteinen, die als Wirkstoffe in Medikamenten eingesetzt werden. In unserer Abteilung kultivieren wir tierische Zellen. Diese Zellkulturen produzieren gewünschte Proteine, die als biopharmazentische Wirkstoffe in der Therapie zum Einsatz kommen. Dazu zählt unter anderem das Hormon Erythropoietin, kurz Epo. Es induziert die Bildung roter Blutzellen und kommt zum Beispiel nach Nierenschäden zum Einsatz. Die in der Fermentation gewonnenen Proteine werden in der Einheit "Downstream Processing" zum reinen Wirkstoff weiterverarbeitet. Die Formulierung und Abfüllung des fertigen Arzneimittels erfolgt dann in Basel oder an anderen Roche-Standorten. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus? Mein typischer Arbeitstag ist eine Mischung aus praktischen Tätigkeiten und Managementaufgaben. Er zeichnet sich durch eine Vielzahl von Meetings aus. Wir arbeiten an Schnittstellen zu vielen anderen Bereichen, wie beispielsweise der Qualitätssicherung, zu Zulassungsbehörden, zu Forschung und Entwicklung oder zu Projektteams, die neue Produktionsanlagen planen und dabei den Input des Fermentationsexperten benötigen. Was ist bei Ihren Managementaufgaben Ihrer Meinung nach besonders wichtig? Bei meinem Einstieg ins Unternehmen standen praktische Tätigkeiten im Vordergrund. Gutes Fachwissen war unerlässlich, nicht zuletzt, um eine entsprechende Akzeptanz bei den Kollegen zu erreichen. In die Managementaufgaben bin ich im Laufe der Zeit hineingewachsen. Kommunikation ist für mich nun eines der wichtigsten Werkzeuge. Je größer eine Abteilung ist, desto besser muss die Kommunikationsstruktur sein. Was freut Sie am meisten an Ihrer Arbeit und was bereitet Ihnen manchmal Probleme? Besonderen Spaß in der Produktion macht mir, dass wir am Ende eines Berichtszeitraumes ein messbares Produkt hergestellt haben. Es gibt immer einen konkreten Zweck, wofür etwas hergestellt wird. In der Forschung dagegen muss man immer wieder damit rechnen, dass ein Projekt ohne den gewünschten Erfolg oftmals wegfällt. |
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