Online-Stipendium, Karriereinfos, Praktika, Jobs, Karrierenetzwerk - e-fellows.net
Home Suche Kontakt Hilfe About Partner Neu Anmelden
News Schueler Stipendium Studium Karriere Campus Alumni
 
Feedback zum aktuellen Artikel Seite per Mail empfehlen Seite ausdrucken Hilfe
MSU-Programm Global Logistics und Global Procurement bei Roche [Quelle: sxc.hu, Autor: Zela]
Roche MSU-Programm Global Logistics - Informationen [Quelle: sxc.hu, Autor: jrebergen]
12.08.2008
von Kay Szantyr

Roche Diagnostics

Im Profil: Global Logistics und Global Procurement

In über 140 Staaten weltweit verkauft Roche Diagnostics seine Produkte. Mehr als zwei Drittel der Reagenzien und Laborgeräte, der Teststreifen und Ersatzteile werden von Mannheim aus verschickt. Rund sechs Millionen Auftragspositionen wickeln Mannheim und der zweite große Logistikstandort Indianapolis, USA, pro Jahr ab. 60 Prozent der weltweiten Ausgaben an Dritte werden durch den Einkauf in Deutschland getätigt. Deswegen sucht Roche für das Management Start Up Programm Global Logistics und Global Procurement engagierte Absolventen und Absolventinnen.

Reagenzien müssen kostengünstig nach Südamerika, Ersatzteile schnell nach Taiwan, und die Labors in Deutschland wollen rasch und korrekt beliefert werden - und das alles, ohne dass ein Fahrzeug in der Auslieferung nur halb beladen durchs Land fährt. Wenn die Produktpalette klein, die Standortzahl niedrig ist, sind diese Anforderungen leicht zu lösen. Allein in Mannheim lagern aber rund 30.000 Artikel. Schon die Lagerung bei ganz unterschiedlichen Temperaturbedingungen stellt dabei eine Herausforderung dar.

Einblicke in das Roche Global Procurement vermittelt dir das Alumni-Porträt von Monika Futschik.
Optimieren und kommunizieren
"Prozessoptimierung" ist das eine Stichwort für jeden Mitarbeiter bei Roche Global Logistics und Global Procurement und "Kommunikation" das zweite: Schließlich ist Logistik eng verknüpft mit Marketing, Produktion und Einkauf. Nur wenn alle Abteilungen reibungslos zusammenarbeiten, kann der Warenfluss optimal organisiert werden.

Da Global Logistics und Global Procurement in der Prozesskette eng verzahnt sind, wird das Management Start Up Programm auch von beiden Bereichen gemeinsam betrieben. Insgesamt knapp 800 Menschen müssen allein in Deutschland ihre Arbeit aufeinander abstimmen. 800 - plus eine Hand voll Trainees, die Roche sorgfältig an ihre anspruchsvollen Aufgaben heranführt. Schließlich hängt die Zufriedenheit der Kunden unmittelbar auch von der organisatorischen Leistung des Nachwuchses ab.

Vorbereitung aufs Management - das MSU-Programm
Um vor lauter großen Zahlen nicht den Überblick zu verlieren, wird jedem Teilnehmer im Management Start Up Programm (MSU) von Roche ein Mentor zur Seite gestellt. Diese "Begleiter" kommen aus dem Management und können den Trainees wichtige Einblicke in die späteren Führungsaufgaben vermitteln. Christof Schröder ist einer der Mentoren. Er weiß, was das MSU-Programm Global Logistics und die Arbeit bei einem internationalen Healthcare-Unternehmen für Einsteiger bereithalten - und welche Anforderungen die Bewerber erfüllen müssen, um die Welt mit diagnostischen Produkten zu versorgen.


Roche Global Logistics - Head of Information Management Christof Schröder im Gespräch [Quelle: C. Schröder]
Christof Schröder (Jahrgang 1966) ist Head of Information Management bei Roche Global Logistics in Mannheim. Dass er in die Logistik wollte, wusste er schon nach dem Studium - von einer Vorbereitung auf seine heutigen Aufgaben wie im MSU-Programm konnte er aber nur träumen. Inzwischen greift er dafür selbst als Mentor dem Nachwuchs unter die Arme.
Herr Schröder, was machen Sie in Ihrem Job?
Ich bin Head of Information Management, das ist ein Teilbereich von Global Logistics. Ich arbeite an der Schnittstelle zwischen IT und Logistik. Das heißt, mit meinem Team bin ich dafür zuständig, dass die Prozesse der Supply Chain durch IT-Lösungen optimal unterstützt werden. Wir koordinieren die Konzeptionierung und Umsetzung dieser Lösungen und bringen sie dann auch in die einzelnen Fachbereiche zurück, indem wir die Software testen und Schulungen für die Mitarbeitenden durchführen.

Wie sind Sie dorthin gekommen? Über das Management Start Up Programm (MSU)?
Ich bin 1992, nach meinem Wirtschaftsstudium in Mannheim, bei Boehringer Mannheim eingestiegen. Dort habe ich auch ein Trainee-Programm durchlaufen. Allerdings gab es das MSU-Programm damals noch nicht - wir hatten eine weniger intensive Betreuung, und es gab noch keine Mentoren. Fünf Jahre später wurde Boehringer von Roche übernommen. So haben sich auch für mich neue Chancen ergeben.

Sie sagten, dass das heutige MSU-Programm ganz anders ist als frühere Trainee-Programme.
Das MSU-Programm Logistik und Procurement bei Roche ist ja nicht einfach ein Trainee-Programm, es heißt nicht umsonst "Management Start Up". Das Angebot richtet sich gezielt an Nachwuchs mit Führungspotenzial, der rasch Verantwortung übernehmen will. Wir bereiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in kurzer Zeit auf eine Führungsaufgabe vor.

Hier hilft natürlich auch der Mentor, der seinen Mentee beim Aufbau eines Netzwerks unterstützt und ihn in den Alltag einer Führungskraft hineinschauen lässt. Die Mentoren sind alle Mitglieder der Management-Teams von Global Logistics oder Global Procurement.

Aber die Manager haben doch sicher wenig Zeit für ihre Trainees.
Sie nehmen sich bewusst diese Zeit. Das Mentoring wird bei Roche sehr hoch geachtet; wir wissen, wie wichtig es ist, die Trainees auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Man spricht mit seinem Mentee über die großen Karriereziele ebenso wie über konkrete Themen aus der Projektarbeit. Der Mentor vermittelt auch Kontakte zu anderen Ansprechpartnern, die bei einem bestimmten Thema helfen können.

Haben Sie selbst einen Mentee?
Im Moment nicht - meine Mentee hat im Februar das Programm abgeschlossen und ist jetzt Gruppenleiterin in der Globalen Logistik. An dem Beispiel sehen Sie, wie schnell die MSU-Teilnehmer Verantwortung und eine Führungsposition übernehmen können. Aber auch nach dem offiziellen Mentoring können die Nachwuchskräfte mit Fragen, zum Beispiel zur Personalführung, zu ihrem ehemaligen Mentor gehen. Während der zwei Jahre des MSU-Programms entwickelt sich schließlich ein vertrauensvolles Verhältnis.

Wie sieht die Arbeit der Teilnehmer des MSU-Programms aus?
Die Trainees übernehmen so genannte Assignments, also Projekte, die sie selbstständig bearbeiten. Sie sollen ja nicht nur den erfahrenen Kollegen bei der Arbeit über die Schulter schauen. Sie analysieren beispielsweise Prozesse, entwickeln Vorschläge zu deren Verbesserung und setzen diese dann teilweise auch um. So lernen die Trainees natürlich zum einen die Abläufe und die Arbeit kennen - wir wollen aber auch greifbare Ergebnisse sehen, schließlich investiert Roche viel in das MSU-Programm. Da ein Assignment üblicherweise drei bis vier Monate dauert, sehen die Trainees sehr schnell die Früchte ihrer Arbeit.

Die Logistik organisiert den Versand der Roche-Produkte in die ganze Welt. Wie wird man im MSU-Programm Logistik auf diese Internationalität vorbereitet?
Bereits im Management Start Up Programm sind eine oder mehrere Auslandsstationen fest vorgesehen. Wir haben einen "Themenspeicher", aus dem wir den Trainees Aufgaben zuweisen. Damit ist meist auch festgelegt, in welchem Land ihre Station sein wird. Einer der Hauptzwecke der Auslandsstation ist zudem die Verbesserung der interkulturellen Kommunikation - dafür ist jedes Land geeignet. Das bedeutet, dass die Auslandsstationen in Europa, aber zum Beispiel auch in Indien, Brasilien oder den USA stattfinden.

Und wie sieht es danach im Job aus?
Später ist es von der Abteilung und Position abhängig, wie viel man reist. Grundsätzlich sind die Jobs in Logistics und Procurement sehr international ausgerichtet, viele Mitarbeitende aus meinem Team haben zum Beispiel eine relativ hohe Reisetätigkeit.

Wen suchen Sie für das MSU-Programm Global Logistics und Global Procurement?
Von den Studienfächern her vor allem Wirtschaftswissenschaftler, Wirtschaftsingenieure oder -informatiker, aber genauso gut könnten zum Beispiel Ingenieure, Chemiker oder auch Geisteswissenschaftler in das Programm einsteigen. Entscheidend ist der Wille, bei uns zu arbeiten, und die Bereitschaft, sich strukturiert mit Prozessen zu beschäftigen. Eine betriebswirtschaftliche Basis muss allerdings vorhanden sein.

Außerdem sollten die Bewerberinnen und Bewerber teamfähig und vor allem kommunikationsstark sein. Führungskräfte müssen gerenell Kommunikationsstärke aufweisen. In der Logistik und im Einkauf ist das aber besonders wichtig: Zum einen stehen wir natürlich mit den Standorten im Ausland in Kontakt. Zum anderen stimmen wir uns auch intern mit Mitarbeitenden aus anderen Abteilungen oder anderen Hierarchiestufen ab - man muss also auf die unterschiedlichsten Gesprächspartner eingehen können.

Thema Direkteinstieg versus MSU-Programm - manch einer scheut sich vielleicht, nach dem Studium noch einmal "in die Lehre" zu gehen.
Aber die Ausrichtung zwischen einem Direkteinstieg und dem MSU-Programm ist eine ganz unterschiedliche. Wer direkt einsteigt, der muss innerhalb kürzester Zeit substanziell mitarbeiten können. Das heißt, er ist viel stärker in seinem Arbeitsbereich drin. Im MSU-Programm erhält man einen Überblick über die Aufgabengebiete und kann sich ein Netzwerk aufbauen, sich gezielt auf eine Managementposition vorbereiten. So ist es tendenziell leichter, rasch eine Führungsrolle einzunehmen.

Und was gefällt Ihnen an Ihrem Job besonders, Herr Schröder?
Mich begeistert vor allem die Vielfalt der Aufgaben rund um die Versorgung unserer Kunden. In der Logistik müssen wir langfristig planen, aber wir arbeiten auch operativ im Tagesgeschäft. Dazu kommt, dass in der Lieferkette immer wieder neue Herausforderungen entstehen. So ändert sich beispielsweise die Ausrichtung von Standorten, oder es werden neue Sortimente aufgenommen. Generell muss man in der Supply Chain Ziele ausbalancieren, die sich teilweise widersprechen. Kurz: Es ist immer was los.

e-fellows.net Login
Account:
Passwort:
Einloggen >>
Logindaten vergessen ?


Michael Gade ist Profi für die operative Logistik bei Roche - und er könnte bald dein Mentor sein.
Fragen zu Roche? In der Gruppe "Inside Roche" in der Community erhältst du die Antworten direkt von den Unternehmens- vertretern.
Gesellschafter: Deutsche Telekom AG, McKinsey & Company Inc, Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH
Copyright e-fellows.net 2000-2008 · Impressum · Nutzungsbedingungen
Aktuell · Schüler · Stipendium · Studium · Karriere · Netzwerk · Alumni
Home · Suche · Kontakt · Hilfe · About · Partner · Neu Anmelden