Online-Stipendium, Karriereinfos, Praktika, Jobs, Karrierenetzwerk - e-fellows.net
Home Suche Kontakt Hilfe About Partner Neu Anmelden
News Schueler Stipendium Studium Karriere Campus Alumni
 
Feedback zum aktuellen Artikel Seite per Mail empfehlen Seite ausdrucken Hilfe
Tabellen, Quelle: sxc.hu, User: mmagallan
03.11.2008

Tagebuch: Henning bei Oliver Wyman

Auf Datensuche in Belgien

Teil 3: Alumnus Henning ist gleich nach seinem Bachelor bei Oliver Wyman eingestiegen. Von Ägypten geht es für ihn in dieser Woche direkt nach Belgien. Dort kümmert er sich darum, dass bei seinem neuen Kunden in der Autoindustrie alles rund läuft.

Henning, Oliver Wyman, Quelle: e-fellows.net
Alumnus Henning (24) ist als einer der Ersten gleich nach seinem Bachelor bei Oliver Wyman eingestiegen. Er arbeitet seit 2008 bei der Unternehmensberatung im General Management Consulting als Analyst. Er studierte an der European Business in School in Oestrich-Winkel (EBS) und verbrachte ein Semester an der Euromed Marseille. Sein Studium schloss Henning mit einem Bachelor of Science in General Management ab.
Montag, 13. Oktober
Heute muss ich früh raus. Mein neues Projekt findet in Belgien statt, und unser Flug geht bereits um kurz vor sieben Uhr. Unser Kunde ist in der Automobilindustrie tätig, und möchte seine Geschäftssegmente in Belgien durch eine Gesamtstrategie für die nächsten fünf Jahre optimieren.

Am Flughafen treffe ich Nicolas, meinen neuen Projektleiter. Mit ihm werde ich bis Weihnachten zusammenarbeiten, natürlich innerhalb eines Projektteams und mit dem Kunden vor Ort. Nicolas hat bereits ähnliche Projekte durchgeführt, und kann mir während der Anreise zum Kunden einen guten Überblick geben. Er war in der letzten Woche schon für zwei Tage in Brüssel, um das Fundament für unsere Arbeit zu legen.

In Belgien geht es dann auch direkt beim Kunden los. Nachdem ich die neuen Kollegen kennengelernt habe, verbringen wir den Tag damit, die Vertreter der einzelnen Geschäftseinheiten zu treffen. Das Ziel ist dabei vor allem, unser Projekt vorzustellen, ein Grundverständnis für das jeweilige Segment zu entwickeln und wichtige Schritte für die nächsten Tage festzulegen. Wir möchten die Mitarbeiter von dem Projekt begeistern, denn wir sind auch darauf angewiesen, dass sie in den kommenden Wochen ihre Ideen und einen Teil ihrer Arbeitszeit einbringen. Die Analysen, die wir durchführen möchten, sind für den Kunden jedoch neu, und die Mitarbeiter sind sehr an den Ergebnissen interessiert. Am frühen Abend erstellen wir für jede Geschäftseinheit eine Arbeitsunterlage in Powerpoint und fahren um 20.30 Uhr ins Hotel.

Dienstag, 14. Oktober
Heute führen wir die ersten Analysen durch. Unser Projekt besteht aus drei Phasen. Zunächst untersuchen wir die Ist-Situation, dann entwickeln wir zusammen mit dem Kunden eine Strategie, und schließlich stoßen wir die Umsetzung durch konkrete Maßnahmen an, die wir nach Kosten und Erträgen bewerten. So können wir am Schluss genau zeigen, welche Verbesserung die Umsetzung der Strategie bringen wird. In der Anfangsphase geht es jetzt zunächst einmal darum, die wichtigsten Daten und Informationen für die ersten Analysen zu erhalten. Ohne einen sehr tiefen Einblick in das Geschäft unseres Kunden können wir keine solide und individuelle Strategie entwickeln.

Ich spreche mit verschiedenen Mitarbeitern aus der Marketing- und der Controlling-Abteilung. Einen Teil der Daten kann ich direkt mitnehmen, andere müssen erst generiert werden. Auf Basis der Daten berechnen wir für jedes Geschäftssegment den Markt, den Marktanteil des Kunden und die entsprechende Profitabilität. Des Weiteren schauen wir uns an, wie sich das Geschäft und die Märkte entwickeln werden und wo wir den Kunden im Jahr 2013 sehen. Natürlich untermauern wir unsere Analysen mit spezifischen Betrachtungen für jede einzelne Geschäftseinheit. Erste Ergebnisse zeigen, dass das Unternehmen in manchen Bereichen bereits sehr weit fortgeschritten ist. In anderen Bereichen kann es im Vergleich zum Wettbewerb jedoch noch deutlich aufholen.

Mittwoch, 15. Oktober
Heute treffen wir uns erneut mit der Marketing-Abteilung. Wir möchten abstimmen, wie wir das Geschäft des Kunden segmentieren, das heißt mit welchen Kunden- und Produktgruppen wir unsere Analysen durchführen. Damit der Kunde auch in Zukunft die Umsetzung der Strategie genau kontrollieren und steuern kann, entscheiden wir uns für eine Matrix aus jeweils vier Kunden- und Produktgruppen. Eigentlich hätten wir eine etwas andere Matrix bevorzugt, aber hinter dieser Variante steht das gesamte Team beim Kunden. Dies ist für uns sehr wichtig, denn die Umsetzung der Strategie kann nur funktionieren, wenn die Mitarbeiter auch voll von den entwickelten Maßnahmen überzeugt sind.

Nachmittags fahren wir zu einer anderen Geschäftseinheit, um ein Interview mit dem Bereichsleiter zu führen. Er zeigt uns anschließend den Betrieb. Es ist sehr wichtig und spannend, die Inhalte unseres Auftrags "live" zu sehen.

Donnerstag, 16. Oktober
Nachdem wir am Montag schon erste Arbeitsunterlagen erstellt hatten, treffen wir uns heute mit einer Geschäftseinheit zum Workshop. Die Mitarbeiter haben sich bereits erste Gedanken gemacht, und wir erstellen gemeinsam eine SWOT-Analyse. Auf dieser Basis leiten wir strategische Fragestellungen für die kommenden fünf Jahre ab, und überlegen, wie wir dabei von anderen Geschäftseinheiten abhängen. Die Zusammenarbeit mit den Kundenmitarbeitern läuft gut, weil sie alle sehr motiviert sind. Wir müssen jedoch auch klar machen, dass die erarbeiteten Ergebnisse nur ein Anstoß sind, und wir sie durch quantitative Analysen in der nächsten Woche belegen müssen. Einige Kundenmitarbeiter versprechen uns, noch einmal mit etwas Abstand über die bisherigen Ergebnisse nachzudenken und diese auch mit anderen Kollegen zu diskutieren. Um 19 Uhr fliegen wir zurück nach München.

Freitag, 17. Oktober
Office Day in unserem Büro in München - Zeit für all die Dinge, zu denen man während der Woche oft nicht kommt. Zunächst dokumentiere ich noch die Arbeitsergebnisse von gestern, dann kümmere ich mich um Administratives wie die Reisekosten- abrechnung und Planung für die nächsten Wochen.

Später treffe ich Roman, einen anderen Berater aus dem Münchner Büro. Er kümmert sich um die Recruiting-Strategie von Oliver Wyman, diskutiert mit seinem Team zurzeit die Bestandteile der Recruiting-Strategie und erstellt einen konkreten Maßnahmenplan für das Jahr 2009. Da ich Recruiting-Fragen spannend finde, bringe ich mich gerne in das Team ein. Das ist eine willkommene Abwechslung zur Projektarbeit.

Um 16 Uhr findet dann das monatliche Office Meeting mit anschließendem "Chat-Club" statt, an dem alle Mitarbeiter von Oliver Wyman in Deutschland teilnehmen. Zuerst werden aktuelle Themen vorgestellt, neue Projekte präsentiert und ein Gesamtüberblick über das aktuelle Geschäft gegeben. Der Chat-Club ist dann der eher "informelle" Teil. Bei einem Glas Cola, Bier oder Wein trifft man auf unserer Dachterrasse Kollegen wieder, die man während der Woche aus den Augen verloren hat - ich genieße den lockeren Abschluss der Woche.

Samstag und Sonntag, 18. und 19. Oktober
Ich starte entspannt ins Wochenende und freue mich auf die Herausforderungen der nächsten Wochen. Wie diese aussehen können, habe ich euch hoffentlich durch mein Tagebuch näher bringen können...

e-fellows.net Login
Account:
Passwort:
Einloggen >>
Logindaten vergessen ?
Angebote von
Oliver Wyman bei e-fellows.net:


Jobs

Praktika

Dipl./Diss.
Gesellschafter: Deutsche Telekom AG, McKinsey & Company Inc, Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH
Copyright e-fellows.net 2000-2009 · Impressum · Nutzungsbedingungen
News · Schueler · Stipendium · Studium · Karriere · Alumni
Home · Suche · Kontakt · Hilfe · About · Partner · Neu Anmelden